Situationen, in denen weder das Stehen noch die Bewegung zur Optimierung der Haltung beitragen koennen, also auch nicht in Situationen, in denen nur nicht optimales Stehen so wie nicht optimale Bewegung gegeben ist, sondern in Situationen, in denen der Koerper notwendigerweise an eine sitzende oder liegende Haltung gebunden ist, kann mit KYZ die durch die Haltung des Sitzens so wie durch die Haltung des Liegens induzierte Belastung kompensiert oder reduziert werden. Im weiteren wird in der Haltung des Sitzens so wie in der Haltung des Liegens der Koerper mit KYZ zugleich stabilisiert und dynamisiert, so dass sowohl eine stabile Dynamisierung als auch eine dynamische Stabilisierung erreicht werden kann. Die Haltung von Koerper und Kopf ist in den meisten Situationen des Stehens, Sitzens, Liegens, des sich Bewegens oder des Bewegtwerdens, vielmehr Mittel und nicht selbst Zweck. In derartigen Situationen kann die Haltung nur bedingt optimiert werden dann, wenn der Zweck eine Haltung fordert, die dem physiologischen Optimum des Koerpers nicht entsprechen kann.

 

KYZ stellt dem Verwender im Liegen, bei Veraenderung seiner Lage von einer Seite des Koerpers auf die andere Seite des Koerpers, entsprechend gleiche Bedingungen dann zur Verfuegung, wenn die Verlagerung sich im Drehen um die eigene Achse und weitgehend auf der Stelle ereignet. Beim Rollen von einer Stelle an eine andere Stelle bei zugleicher Drehung von einer Seite des Koerpers auf die andere Seite des Koerpers gilt diese Verfuegbarkeit nicht. KYZ erlaubt und erleichtert in diesem Fall dem Verwender seine intuitive Mitverlagerung. Beide Verfuegbarkeiten von KYZ fuer den Verwender im Liegen gelten im besonderen fuer dessen Kopf und bedingt auch fuer andere Teile des Koerpers.

 

Fuer die Position im Liegen ist die Elastizitaet der Unterlage dann wesentlich wichtig, wenn nicht bewusst reagiert werden kann und wenn eine Fixierung der Position nicht dem besonderen Bedarf des Verwenders entspricht. Eine nicht ausreichend elastische Unterlage passt sich jeder, auch jeder nicht angemessenen, Position des Koerpers vermehrt an und traegt dazu bei, dass sich der Koerper aus dieser Position nicht so leicht wieder entfernt, im weiteren dass sich die nicht angemessene Position in einem Zustand von Spannung bis zur Verspannung etabliert. Nicht ausreichend elastisch ist eine Unterlage dann, wenn sie mit mehr oder weniger Plastizitaet oder verzoegerter Elastizitaet reagiert.

 

Wird bei der Konstruktion von Unterlagen die KoerperKontur entsprechend vorgegebener Muster zB nach Masse, Geschlecht, Mass, usw berechnet, wird im besonderen die mit dieser Kontur in Verbindung gebrachte lokale Masse bis hin zu punktgenauer Bestimmung beachtet, nicht aber die Richtung der wirkenden Schwerkraft auf die sowohl gesamte als auch lokale Masse, die im Liegen den Koerper primaer horizontal, also ein-seitig von einer Seite nach einer Seite, nicht aber primaer vertikal, also seitenbezueglich symmetrisch von oben nach unten und insgesamt angemessen belastet.

 

Wirkt die Schwerkraft auf den seitlich gelagerten Koerper, kann es neben der Fehlbelastung von Struktur und Funktion der Bewegungs- und Halte-Apparatur auch zu organisch wirkenden Irritationen kommen, im besonderen dann, wenn das betreffende Teil bereits irritiert oder der zugehoerige Koerper schon krank oder behindert ist.

 

Die Richtung der Schwerkraft relativ zum liegenden Koerper wirkt beim Liegen auf dem Bauch nach vorne dh nach ventral, beim Liegen auf den Ruecken nach hinten dh nach dorsal, beim Liegen auf der Seite nach lateral rechts bzw nach lateral links. Liegt der Koerper nicht genau ausgerichtet auf einer Seite sondern nur seit-lich mit Neigung nach vorne oder nach hinten, ergeben sich Anordnungs-Kombinationen dieser Belastung, bedingt durch Druck und Zug so wie Torsion, wenn ausserdem der Koerper von einer primaeren Ausrichtung ueber seine gesamte Laenge an mehreren Stellen abweichen kann. So kann der Kopf mehr nach der einen Seite und zugleich koennen die Beine mehr nach der anderen Seite ausgerichtet sein, was fuer den Koerper ueber seine gesamte Laenge eine mehr oder minder kontinuierte Ausrichtung von der einen nach der anderen Seite bedeutet.

 

Ist die Unterlage horizontal gerichtet, kann von dem Liegenden auf dem Bauch der Kopf nicht relativ zum Rest des Koerpers genau so nach vorne bzw unten ausgerichtet werden, weil das Gesicht zum Atmen zur Seite gerichtet sein muss, es sei denn, es wird eine Unterlage mit einem freien Raum fuer das Gesicht verwendet. Der freie Raum muss um das Atmen moeglich zu machen, ventral dh nach vorne bzw nach unten und zugleich zur Seite hin offen sein, wenn Schultern und Oberkoerper auf der Unterlage zu Liegen kommen. Schultern und Oberkoerper koennen aber so weit nach oben verlagert werden, dass sich freier Raum ueber der Unterlage ergibt, in dem das Gesicht die Unterlage nicht kontaktiert. Der Nachteil der Unterlage mit einem derart freien Raum ist, dass der Liegende den Kopf nicht bewegen kann ohne den Vorteil zu verlieren. Der Nachteil an der Verlagerung von Schultern und Oberkoerper nach oben ist zu dem, dass sich der, durch eine unterzulegende Vorrichtung verursachte Druck auf den Oberkoerper verstaerkt. Wird der Kopf nicht von entsprechend gestalteten Kanten des freien Raumes gehalten, haengt er nach vorne bzw nach unten, so dass der Liegende in dieser Position nur kurz verbleiben kann. Die symmetrisch ausgerichtete Position auf dem Bauch liegend ist mit einer derartigen Konstruktion von nur begrenzter Dauer zutraeglich und deswegen wenig stabil.

 

Ist die Unterlage nicht horizontal gerichtet sondern auf einer Seite gegen den Koerper nach oben geneigt, kann der Liegende effektiv zugleich auf dem Bauch und auf der Seite liegen. Diese bedingt, weil geneigt, symmetrisch ausgerichtete Position ist auf laengere Dauer zutraeglich und eher stabil. Auf der entsprechenden Seite wird nicht nur die Schulter sondern auch der Oberkoerper nach oben verlagert, so dass der Kopf weniger weit zu der selben Seite ausgerichtet sein muss, um das Gesicht zum Atmen ausreichend weit zur Seite gerichtet zu haben. Soll der Kopf entsprechend nach der anderen Seite ausgerichtet werden, muessen Schulter und Oberkoerper der anderen Seite entsprechend nach oben verlagert werden.

 

Ist keine Unterlage fuer den Kopf zur Verfuegung, wird in der Regel der Arm gebeugt und als Unterlage fuer den Kopf verwendet. Vorteil ist, dass der Kopf, gehalten von Oberarm und Unterarm, geneigt, die Drehung und Neigung des Kopfes verringert und der Kopf zu dem noch von der Hand gehalten werden kann. Nachteil ist, dass die Durchblutung von Hand und Arm vermindert wird. Zu dem wird die Torsion der Schulter durch die in Richtung der Schulter wirkende Masse des Koerpers verstaerkt und die Schulter gestaucht, was die Muskulatur ueberdehnen, zerren so wie verspannen kann.

 

Im Liegen auf dem Bauch kann fuer den Verwender ein Teil von KYZ als Ersatz fuer den Arm unter dem Kopf angeordnet werden, zugleich ein weiteres Teil von KYZ unter Schulter und Oberkoerper der entsprechenden Seite des Koerpers, so dass beide nach oben verlagert werden. Der Liegende muss sich dazu nicht aus der Bauchlage entfernen, in dem er sich zur Seite dreht. Der Liegende behaelt in dem Sinn die Bauchlage bei, als er mit dem Bauch vollstaendig auf der Unterlage liegt, die durch die Positionierung von KYZ an dieser Stelle fuer den Liegenden auf einer Seite nach oben geneigt worden ist. Der Liegende behaelt im Sinn der Richtung der wirkenden Schwerkraft die Bauchlage nur bedingt bei, weil der Koerper auf Grund der durch KYZ verursachten Neigung gegen die Vertikale geneigt gelagert wird und die Schwerkraft dann effektiv nicht mehr genau symmetrisch auf den gesamten Koerper wirkt. Diese Abweichung kann aber ausreichend geringfuegig sein, und der Liegende als im wesentlichen auf dem Bauch liegend gelten. Diese wesentlich auf dem Bauch gelagerte Positionierung kann ausreichend zutraeglich sein und der Liegende kann ausreichend lange in dieser Lage verbleiben.

 

Liegen Schulter und Oberkoerper der einen Seite des Koerpers auf der ersten der Extremitaeten und liegt der Kopf auf der zweiten der Extremitaeten, bleibt durch den ersten der Zwischenraeume das Gesicht frei und durch den zweiten der Zwischenraeume der Hinterkopf. Durch den dritten der Zwischenraeume werden Schulter und Oberkoerper der entsprechend anderen Seite des Koerpers relativ nach unten verlagert. Mit dieser Positionierung ist die Lage des Koerpers so wie die Lage des Kopfes nicht-mittelbar modifiziert, so dass der Koerper in seiner Gesamtheit nur mehr bedingt in Bauchlage ist. Liegt die Schulter der einen Seite zwischen der ersten und zweiten so wie die Schulter der anderen Seite zwischen der zweiten und dritten der Extremitaeten, so dass die Enden der Extremitaeten unter den Achseln und die Verbindung der Extremitaeten bzw das Zentrum von KYZ unter dem Brustbein positioniert werden, dann bleibt auch hier durch den ersten der Zwischenraeume das Gesicht frei und durch den zweiten der Zwischenraeume der Hinterkopf. Mit dieser Positionierung ist die Lage des Koerpers nur mittelbar, weil nur durch die Modifikation der Lage des Kopfes zur Seite modifiziert, so dass der Koerper zwar nicht-bedingt, doch durch die Lage des Kopfes zur Seite in seiner Gesamtheit auch hier nur bedingt in Bauchlage ist.

 

Das Liegen in Seitenlage dh auf einer Seite des Koerpers beansprucht nicht nur die Stellen der selben Seite des Koerpers, die sich im Kontakt mit der Unterlage befinden, vermehrt mit Druck und die Stellen des Koerpers, die sich nicht im Kontakt mit der Unterlage befinden, vermehrt mit Zug, sondern auch den Koerper in seiner Gesamtheit mit den Torsionen, die resultieren, wenn die Position von der vertikalen so wie horizontalen Richtung der Neigung entsprechend und ueber die gesamte Laenge des Koerpers mehrfach abweichend ist. Das Liegen auf der Seite beansprucht zu dem die beide Seiten des Koerpers zugleich verschieden, nicht nur in der Intensitaet sondern auch in der Art der Belastung, so dass zB der direkte Druck gegen die Unterlage nur die Seite des Koerpers betrifft, die sich im direkten Kontakt mit der Unterlage befindet, wogegen die Seite des Koerpers, die sich nicht im Kontakt mit der Unterlage befindet, vermehrt durch Zug belastet wird. Im besonderen ist davon die Schulter in ihren Gelenken betroffen, was neben der Beeintraechtigung an dieser Stelle weiter zur Verspannung an anderer Stelle zB im Nacken fuehrt. Eine Unterlage nur oder speziell fuer den Nacken hat im Liegen auf einer Seite des Koerpers in diesem Sinn keine positivierende und deswegen entspannende Wirkung auf die entsprechende Schulter, weil eher eine verspannende und deswegen negativierende Wirkung. Wenn von Verspannung des Nackens die Rede ist, sind in der Regel nur Nacken und Kopf gemeint, nicht eine Verspannung an anderer Stelle wie der Schulter, die unter anderem erst die Verspannung im Nacken begruendet.

 

Das Liegen in Seitenlage kann durch KYZ modifiziert dh entweder in eine bedingte Rueckenlage oder in eine bedingte Bauchlage ueberfuehrt werden. So kann bei Neigung des Koerpers aus der Seitenlage nach ventral die Schulter der Seite des Koerpers, zu der das Gesicht gerichtet ist, von ventral, so wie bei Neigung des Koerpers aus der Seitenlage nach dorsal die Schulter der Seite des Koerpers, zu der das Gesicht nicht gerichtet ist, von dorsal stabilisiert werden. Diese Stabilisierung ergibt sich in beiden Faellen durch Unterlage von KYZ und Verlagerung des entsprechenden Teils des Koerpers nach oben.

 

Die am einfachsten zu entspannende Position fuer den Koerper im Liegen ist auf dem Ruecken, doch auch nur dann, wenn der Koerper insgesamt gleichmaessig und damit der Kopf gerade mit dem Gesicht senkrecht nach oben gerichtet ist. Diese insgesamt symmetrische Ausrichtung des Koerpers ist nur auf dem Ruecken liegend zu haben, stoert doch bereits eine geringe Bewegung die Gleichmaessigkeit. Im weiteren ist zu beachten, dass bei spezifischen Konstellationen der strukturellen Kondition eines spezifischen Koerpers auch diese Lage nicht notwendig zutraeglich ist.

 

In Verwendung von KYZ kann, auf dem Ruecken liegend, ohne Neigung des Koerpers der Kopf mit dem Gesicht sowohl senkrecht nach oben als auch mehr oder minder zur Seite geneigt gehalten werden. Wenn die aktive Haltung des Kopfes mit dem Gesicht senkrecht nach oben nicht zutraeglich ist, kann die passive Haltung des Kopfes durch eine stabilisierende Vorrichtung in dieser Position dennoch zutraeglich sein. Wenn sowohl die passive als auch die aktive Haltung des Kopfes mit dem Gesicht senkrecht nach oben nicht zutraeglich ist, kann eine zur Seite geneigte Positionierung des Kopfes bei ansonsten nicht-bedingt gerichteter Rueckenlage dennoch zutraeglich sein. Diese Positionierung bedarf ebenfalls der Verwendung einer stabilisierenden Vorrichtung.

 

Der Kopf muss bei einer derartig passiven Positionierung nicht so weit zur Seite geneigt werden, dass er entweder erst durch die horizontale Unterlage passiv oder durch die Anspannung der Muskulatur aktiv gehalten wuerde. In beiden Faellen wuerde der Nacken ueber das zutraegliche Mass gedehnt, so dass der auf dem Ruecken Liegende, will er Anspannung an dieser Stelle vermeiden, den Kopf entweder exakt senkrecht nach oben lagern und gegebenenfalls dort fixieren muss, oder einer Vorrichtung bedarf, die den Kopf bei zutraeglicher Neigung zur Seite stabilisiert. Durch die Verwendung von KYZ wird der Kopf in gleichem Mass zu beiden Seiten stabilisiert, was dem auf dem Ruecken Liegenden ohne Verlagerung des Koerpers eine Neigung des Kopfes zu beiden Seiten erlaubt und erleichtert, ohne dass KYZ zu verlagern ist.

 

Wird ohne Verwendung einer geeigneten Vorrichtung der Kopf in Rueckenlage zur Seite gedreht und/oder geneigt, bedarf es einer entsprechenden Spannung der Muskulatur oder kommt es zu einer entsprechenden Ueberdehnung der Muskulatur. Wird der zur Seite gedrehte und/oder geneigte Kopf in Verwendung einer geeigneten Vorrichtung gehalten, bedarf es dieser entsprechenden Spannung nicht und kommt es nicht zu dieser entsprechenden Ueberdehnung. Der Liegende behaelt im Sinn der Richtung der wirkenden Schwerkraft die Rueckenlage nur bedingt bei, weil der Kopf gegen die Vertikale geneigt gelagert wird und die Schwerkraft dann effektiv nicht mehr genau symmetrisch wirkt. Diese Abweichung kann aber ausreichend geringfuegig sein, so dass der Liegende wesentlich auf dem Ruecken liegt. Diese wesentlich auf dem Ruecken gelagerte Positionierung kann ausreichend zutraeglich sein und der Liegende kann ausreichend lange in dieser Position verbleiben.

 

KYZ kann die Lage auf Bauch, Ruecken und Seiten modifizieren. Ein Uebergang dieser Lagen ineinander wird durch KYZ erlaubt und erleichtert. KYZ kann bei Bedarf und in entsprechender Anordnung diese Lagen auch stabilisieren. Die Anordnung von KYZ zur Stabilisation ist dann intentional und dem Bedarf so wie der Indikation entsprechend zu installieren. Durch die Verwendung weiterer Exemplare von KYZ an anderen Stellen des Koerpers ist die passende Positionierung des Koerpers in seiner Gesamtheit oder in Teilen zu stabilisieren. Eine entsprechend stabilisierende Lagerung kann durch Verbesserung seiner Lage den Koerper wiederum sekundaer dynamisieren.

 

Durch die Verwendung von KYZ in Kombination mit einem gewohnten StandardKissen, im besonderen einem 80X80 messenden Kissen, kann der Verwender Gewohnheiten mit positiver Wirkung beibehalten und zugleich Gewohnheiten mit negativer Wirkung aufgeben. KYZ kann sowohl unter als auch ueber dem StandardKissen mit entsprechend verschiedener WirkungsIntensitaet angeordnet werden.

 

KYZ kann dem Verwender im Sitzen die Lage verbessern. Dennoch kann KYZ die Haltung des Sitzens aber nur relativ optimieren, nicht aber kann KYZ die Negativwirkung der am wenigsten zutraeglichen Haltung vollstaendig kompensieren.

 

Zur Verminderung der Negativwirkung des Sitzens kann KYZ wesentlich zweifach verwendet werden. Zum ersten als Unterlage um darauf zu sitzen. Zum zweiten als Unterstuetzung der Haltung im Ruecken und an den Seiten so wie als Unterstuetzung der Haltung im Nacken.

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© LEONARD PENGLER